Persönliche Meinung

Persönliche Meinung
Naturwildpark Granat
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Lesezeit: 2 Minuten
Meine Persönliche Meinung

Hallo ihr lieben.

ich habe lange überlegt, ob ich für mich speziell eine kleine Ecke einstellen soll, in der ich nur meine Meinung vertrete und aufschreibe, was mich bewegt. Natürlich ist das mit vielen Risikos verbunden, da ich mich dadurch angreifbar mache. Aber ich bin kein Mensch, der anderen nach dem Mund reden muss, ich habe eine eigene Meinung und kann diese auch vertreten. 

Ich habe von alldem Tierleid nichts gewusst, dachte immer, Deutschland wäre ein halbwegs gutes Land in Bezug auf Tierschutz. Die Massentierhaltung , diese grauenhaften Zustände, wären Ausnahmen.

Dann habe ich die erste große Demo im Fernsehn gesehen und mich gefragt: „Warum bin ich nicht dabei?“

Ab diesem Zeitpunkt hat sich mein Leben komplett geändert. Ich habe noch nie einen so großen Hass auf Menschen empfunden, noch nie eine solch schmerzhafte Ohnmacht und so grenzenlose Wut auf Politiker, die all das tägliche Leid auch noch fördern!

Politik hat mich nur am Rande interessiert, Fleisch war Fleisch und Milch eben Milch. Ich war traurig, das die Welt den Bach runtergeht und es scheinbar nur die wenigsten interessiert, habe Plastik vermieden und in unserem Garten kommt mir keine Chemie rein. Die Vögel werden ganzjährig gefüttert, ich kümmere mich um verwahrloste Katzen, kastriere sie und füttere oder vermittle sie. Ich liebe meine beiden Schafe Charlie und Krüppelchen, meine Katzen, meinen Hund Damon. Das war mein Leben.

Und dann kam die erste Demo. Und ich fing an, mir Gedanken darüber zu machen was ich esse, welche Produkte ich kaufe, wie ich aktiv helfen kann. Bei der 2. Demo in Hamburg war ich mit dabei, ebenfalls in Münster gegen Covance. Ich gehe zu jeder Demo, die ich erreichen kann, unterschreibe jede Petition, mache mein Umfeld aufmerksam und lese so viel, wie ich nur kann.

Und es reicht immer noch nicht. Ich möchte in die Labore laufen, die Tiere befreien und die Mitarbeiter, die Vorgesetzten und die komplette Regierung, den ganzen Staat, wegen Millionenfachen Mordes anklagen! Jeden, der jetzt noch Billigfleisch kauft, wegen Mittäterschaft anzeigen! Jeden, der in seinem Garten Unkrautvernichter versprüht, ihn zubetoniert , ihn für Tiere lebensunfähig macht, wegen Grausamkeit an der Natur verurteilen! Und das ist meine persönliche Meinung.

Aber diese Macht habe ich nicht. Und das ertrage ich fast nicht.

Und da ist dieses kleine Wort. Fast!

Denn ich kann etwas tun. hier schreiben, zum Beispiel. Und hoffen, das ich einige Menschen zum Nachdenken bringe. Ich kann mein Leben ändern, wenn auch nur kleine Dinge. Keine Milchprodukte mehr trinken, Marken nicht mehr kaufen, von denen ich weiß, das sie noch immer daran Tierversuche machen. Ich kann mehr auf mein Umfeld achten und lernen, auch mal den Mund aufzumachen. Habe ich getan, erst vor kurzem. 3 Jäger ballerten fröhlich auf einer Wiese herum, zwei Jagdhunde stritten sich um ein totes Kaninchen. Und diesmal bin ich nicht weiter gefahren. Ich habe angehalten, die Polizei eingeschaltet. Was daraus wurde, weiß ich nicht. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Es geht um mich! Ich, die immer nur stillschweigend geduldet und ertragen habe, die immer mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat, ich bin endlich aufgestanden und habe NEIN gesagt. Und das ist ein verdammt gutes Gefühl!

 

 

Marion

Marion

Jahrgang 1969. Lebt mit Hund, Katzen und Schafen im wunderschönen Dorsten-Lembeck.

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