Tiere als Sache

Tiere als Sache
Kurz vor der Fütterung....
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Tiere als Sache

Ich frage mich in letzter Zeit immer öfter, wer denn auf die Idee gekommen ist Tiere als Sache zu bezeichnen.
Und dies auch noch im Gesetz zu verankern.

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass dies die Wurzel allen Übels ist. Ein wichtiger Baustein des Tierleides ist das allemal.
Aus meiner Sicht macht dieser Umstand letztendlich Tierversuche so einfach. Schliesslich wird nicht an einem Lebewesen getestet sondern an einer Sache.

Hier muss eine Gesetzesänderung her und zwar schnell.  Wir sprechen hier über denkende und fühlende Lebewesen!
Nicht über Dinge die ich einfach wegwerfe wenn ich sie nicht mehr benötige.

Unabhängig davon frage ich mich aber auch, was in Menschen vorgehen mag die Tieren Leid zufügen. Sache hin oder her.
Ich kapier’s schlichtweg nicht.

Mut zur Hoffnung geben hier die zahlreichen Aktionen insbesondere rund um die LPT Versuchslabore in und um Hamburg. Die wachsenden Teilnehmerzahlen sagen mir, dass hier gerade ein Umdenken in der breiten Masse stattfindet.
Der Fokus liegt derzeit hier zwar auf der Schliessung der Versuchslabore – das langfristige Ziel muss meiner Meinung nach aber eine Gesetzesänderung sein.
Damit wäre dann die „Sachgrundlage“ ein für alle Mal erledigt.

Leider scheint das Thema bei der Politik noch nicht ganz angekommen zu sein. Hier wird lieber mit breitem Grinsen über Frisuren gesprochen als sich ernster Themen anzunehmen.
Die Quittung kommt dann hoffentlich bei den nächsten Wahlen.

Für mich ist klar:
Tierversuche gehören abgeschafft und unter Strafe gestellt. Alternativen gibt es genug.
Andere Länder machen es vor.  So erkennt zum Beispiel Neuseeland Tiere als fühlende Wesen an.
Nur Deutschland mit seiner angeblichen Vorreiterrolle bekommt das nicht hin?

Zumindest der Verdacht liegt nahe, dass hier die entsprechenden Lobbyisten bewusst und gehörig auf die Bremse treten.
Letztendlich zählt auch hier wieder das grosse Geld. Die „Sache Tier“ ist schlicht billiger als alternative Tests.

Mich macht das (bei allem Mitgefühl für die Tiere) in erster Linie wütend.

 

Ralf

Ralf

Jahrgang 1962. Lebt mit Frau und einigen Tieren im Münsterland an der Grenze zum Ruhrgebiet.

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