Bußgelder nach Mäuseversuch

Bußgelder
Wildpark Frankenhof
www.wildpark-frankenhof.de
Lesezeit: 2 Minuten
Bußgelder nach Mäuseversuch.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat Bußgelder gegen zwei Forscher verhängt. Vorausgegangen war dem Verfahren eine Anzeige des Vereins Ärzte gegen Tierversuche.
Der Verein hatte Anzeige gegen Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) wegen Verstössen gegen das Tierschutzgesetz erstattet.
Die Wissenschaftler hatten offenbar nicht angezeigt, dass ein Experiment Mäusen um sechs Wochen verlängert wurde.
Beide Forscher, welche inzwischen nicht mehr am DKFZ arbeiten sind mit einem Bußgeld in dreistelliger Höhe belegt worden.
Zunächst hatte sich die Staatsanwalt Heidelberg mit dem Fall beschäftigt. Diese wurden dann an das Regierungspräsidium übergeben.

Der Versuch

Untersucht werden sollte ob eine Virentherapie gegen das Ewing Sarkom Wirkung zeigt. Die besonders agressiven Tumore greifen meist die Knochen an.
Vor allem Kinder sind häufig Opfer dieser Krebsart.
Standardmäßig besteht die Behandlung aus einer Kombination zwischen Chemotherapie und Bestrahlung. Je nach Fall sind auch Operationen möglich.
Die Heilungschancen stehen bei etwa 65 Prozent, sofern sich keine Metastasen gebildet haben.

Pro und Contra gegen Tierversuche

Das DKFZ sieht aktuell keine Möglichkeit Tierversuche in naher Zukunft zu ersetzen.
Das Institut ist der Ansicht, dass Menschen durchaus von den Ergebnissen aus Tierversuchen profitieren.
Über die Anwendbarkeit der Ergebnisse aus Tierversuchen gehen die Meinungen stark auseinander.
Mindestens gleichwertige Ergebnisse lassen sich in vielen Fällen mit Alternativen erreichen. Ob das DKFZ auch an solchen Alternativmethoden forscht ist nicht bekannt.
Desweiteren macht die unterschiedliche Bezuschussung den Ausstieg schwierig. Tierversuche erhalten wesentlich mehr Fördergelder als Alternativmethoden.
Da der Kostenfaktor insbesondere bei der Medikamentenforschung eine große Rolle spielt, wird oft die billigere Variante gewählt. Leidtragende sind dabei die Tiere.

Nicht zuletzt durch die Enthüllungen der Soko Tierschutz beim LPT sind Tierversuche in den Medien momentan sehr präsent.
Ich hoffe, dass dies auch weiterhin so bleibt.

Tierleid

Bei Tierversuchen steht in aller Regel am Ende immer der Tod. Das es sich dabei um fühlende und denkende Wesen handelt gerät in den Hintergrund.
Angeblich geschieht das ja im Namen der Forschung und zum Wohle des Menschen.
Das die Ergebnisse eben nicht 1:1 auf den Menschen übertragbar sind wird gerne verschwiegen.

Da darf man ruhig auch anderer Meinung sein.

Ralf

Ralf

Jahrgang 1962. Lebt mit Frau und einigen Tieren im Münsterland an der Grenze zum Ruhrgebiet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich stimme der Übermittlung der eingegebenen Daten nebst anonymisierter IP Adresse zu. Die Zustimmung ist gemäss DSGVO notwendig.